Atelierkonzert 22.11.2014

Samstag, 22. November 2014, 18 Uhr

Atelierkonzert
kamilya jubran et sarah murcia en duo

Foto: Christophe Charpenel 2013

Foto: Christophe Charpenel 2013

mit:
Kamilya Jubran – Oud und Gesang
Sarah Murcia    – Kontrabass und Gesang

KAMILYA JUBRAN & SARAH MURCIA en DUO

Kamilya Jubran, Sängerin und Oudspielerin, war die Stimme von Sabreen, eine der einflussreichsten palästinensischen Gruppen, bevor sie sich in Europa niederließ und hier bis heute innovative musikalische Konzepte realisiert. Besonders wichtig ist ihr die Verbindung von Stimme und Oud mit elektronischen Environments, die sie beispielsweise mit Werner Hassler oder als Gast beim Projekt Benzine mit Frank Vaillant entwickelt. Für das Musiktheater „Rithaa – ein Jenseitsreigen II“ (2010) bestand eine enge Zusammenarbeit mit Mela Meierhans.

Sarah Murcia, Kontrabassistin und Sängerin verfolgt seit zwanzig Jahren eine breitgefächerte Karriere, etwa in der Jazzszene mit der Band Magic Malik oder mit dem Projekt Las Ondas Marteles. Daneben spielt sie im Duo Beau Catcheur mit Fred Poulet und im Quartett Caroline, das sich musikalisch zwischen Post-Rock und Avant-Jazz positioniert.

Beide Musikerinnen trafen 1998 zum ersten Mal aufeinander und beschlossen, gemeinsam zu experimentieren und ein Terrain zu betreten, dass der Kombination von Oud, Kontrabass und Stimme eine neue Richtung geben sollte.

Nach der Zusammenarbeit von Mela Meierhans mit Kamilya Jubran 2010 in „Rithaa – Ein Jenseitsreigen“, Jenseitstrilogie Teil II, Arabische Klagegesänge und Trauerrituale, das in Berlin (MaerzMusik) und Basel (Gare du Nord) uraufgeführt wurde und Sologastspielen von Kamilya 2011 und 2012 im atelier oh-r42 wird dieses Duo-Konzert 2014 ein November-Highlight in Berlin sein.

 

Publikum im atelier oh-r42

Publikum im atelier oh-r42

Kamilya Jubran

Kamilya Jubran

Sarah

Sarah

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamilya Jubran, Mela Meierhans                                         Foto © ccf

Kamilya Jubran, Mela Meierhans

alle Fotos © ccf

CD-Release 30.08.2014

30. August 2014, 18 Uhr

CD-Release
Mela Meierhans cd-release
phase1_soloduotrio

CD -Release

CD -Release

 

Konzert-Performance mit Ausschnitten und Improvisationen:

Laura Gallati, Klavier             Laura Gallati kl

Fritz Hauser, Perkussion       Fritz  Hauser

Leslie Leon, Stimme            Leslie Leon

 

Mela Meierhans
phase1_soloduotrio
© 2014 NEOS Music GmbH – www.neos-music.de

Die CD  versammelt frühe Solo-, Duo- und Trio-Werke der Komponistin:

A-a (1999/2000) für Stimme und Perkussion
Enigma (1999/2000) für Stimme, Perkussion und präpariertes Klavier
Triton (1989) für Klavier solo
Orpheus (1999/2000) für Stimme solo
Cordes Ouvertes (1995/96) für Violine solo und Elektronik

 

Enigma (1999) für Stimme, Perkussion und präpariertes Klavier

Enigma ist ein wichtiges Beispiel für den Einsatz von Melodie und Linie, Parameter, die die Komponistin nach 1999 sehr reduziert einsetzt. Die Komposition von Enigma fällt in eine Zeit, in der Mela Meierhans sich intensiv mit dem Œuvre der österreichischen Autorin Ingeborg Bachmann beschäftigt – auch Orpheus vertont das gleichnamige Gedicht Bachmanns. 1999/2000 entsteht schließlich A-a nach einem ungenannten Gedicht der Autorin und 1999 schließlich die Enigma-Adaption für Stimme, präparierten Flügel und Perkussion. Orpheus, A-a und Enigma Trio fasst Mela Meierhans im Damelacker Liederzyklus zusammen.
Es beeinflusst maßgeblich dessen formale Struktur. Im Topos des Enigma sieht die Komponistin ein „Sprachgebilde mit paradoxen Aussagen“ und deutet es als einenKlagegesang“, ein Sujet, das die Komponistin bis heute immer wieder aufgreift. Die formale Struktur der Komposition ergibt sich aus einem visuellen Schlüsselerlebnis der Komponistin.
Plötzlich war das Blatt, das weiße, gleich stark wie der Text. Ich habe den Text nicht mehr nur als Text gesehen, sondern Text und Leerzeichen als Teile eines Ganzen. Mela Meierhans
Grundlage der dreiteiligen Komposition ist es, die Relation von 
Text, Pause und gestalteter Stille bzw. gestaltetem Leerraum auszuloten, also Worte und Buchstaben ebenso wie Leerzeichen in Klang umzusetzen.

 

Triton (1989) für Klavier solo

Das fünfsätzige Werk ist der Pianistin Laura Gallati gewidmet, die 1990 die Uraufführung spielt. Triton ist das erste zeitgenössische Werk von Mela Meierhans. Der Kanton Luzern, damaliger Wohnsitz der Komponistin, vergibt im Rahmen der Künstlerförderung einen „Werkbeitrag“, für den sich die Komponistin bewirbt und gewinnt. Mit Laura Gallati, Mitglied der Jury, beginnt eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit, die bis heute andauert. Triton ist inspiriert von Arnold Schönbergs „Sechs kleine Klavierstücke“ op. 19, ein für die Komponistin und Pianistin Mela Meierhans zentraler Zyklus. Die Schönberg-Miniaturen entstehen im Jahr 1911, Teil VI in Erinnerung an den im selben Jahr verstorbenen Gustav Mahler. Die wesentlichen Merkmale des Zyklus’, seine sechsteilige Anlage und die extreme Kürze der einzelnen Sätze, überträgt Mela Meierhans auf ihr Stück. In den Schlusssatz webt die Komponistin den Glockenklang aus Arnold Schönbergs Werk ein. Mela Meierhans’ Titel rekurriert auf den intervallischen Fokus des Werkes, den Tritonus. Die musikalische Gestik ist vom sparsamen Einsatz der Mittel, einer teilweise pausendurchsetzten, von minimalistischen Wiederholungen und liegenden Klängen gefärbten musikalischen Faktur bestimmt.

 

A-a (2000) für Stimme und Perkussion

Das fünfsätzige Werk bezieht sich auf ein nicht genanntes Gedicht von Ingeborg Bachmann und ist ein Auftragswerk für das Duo „canto battuto“[1]. Mit A-a macht Mela Meierhans den Schritt in eine neue Werkphase. Es markiert im Schaffen der Komponistin den Übergang von Melodie und Durchführung zum Fragment und zur Netzstruktur, vom Vokalklang zum Geräusch.
[Die] Linien und Melodien und Schichten […] haben angefangen, mich zu behindern und zu stören. Und das zu zerstören ging nur, indem ich das erst einmal anders notiert habe. Mela Meierhans
Anfangs- und Schlusssatz, Einklang und Ausklang, ebenso wie der Mittelteil, Zwischenklang, korrespondieren formell und strukturell miteinander. Perkussion und Stimme sind klanglich homogen gedacht. Sie heben sich von den in der musikalischen Gestik vollkommen andersartigen Teilen II und IV ab.
Der Text ist nur als Subtext vorhanden. Pro Wort konzipiert die Komponistin jeweils ein musikalisches Fragment, dieses  trennt sie in Silben und Phoneme, ändert deren Reihenfolge und chiffriert den Text auf diese Weise. Die Ausführung bestimmt die Sängerin. Jedem Fragment sind drei weitere stimmliche Parameter zugeordnet, die die Dynamik, Tonveränderungen durch Glissandi, Stimmtechnik bzw. –färbung betreffen. Durch das exakte, für beide Instrumente verbindliche Metrum ist das Zusammenspiel kompositorisch genau festgelegt. Hier bestimmt die Komponistin die Parameter Dauer des Fragmentes in Sekunden durch mehrere Variationen der „Fibonacci-Reihe“[2]. Teil II und IV des Werkes sind als interaktive Partituren zu verstehen. Das Tonmaterial ergibt sich durch Umwandlung ausgewählter Buchstaben in Töne.
Ein wichtiger Aspekt der Komposition ist die für das Werk der Komponistin neuartige, experimentelle Notationsweise. A-a ist auch ein Notationsexperiment. Ihr geistiger und kreativer Hintergrund hat nicht nur Auswirkungen auf dieses Werk, sondern eröffnet eine ganze Schaffensphase, die explizit den Verzicht auf Linien und Melodien postuliert.

 

Orpheus (1999) für Stimme solo

Orpheus nach dem Gedicht „Dunkles zu sagen“ von Ingeborg Bachmann ist ein Stück für mittlere Stimme und geöffneten Flügel. Das Werk ist vor der Kammerensemble/Elektronik-Version von Enigma das erste einer Reihe von „Klagegesängen“ (siehe Enigma). Die Ausführung der Komposition hat eine szenische Komponente: Die Sängerin singt – um einen Nachhall zu erzeugen – in den Flügel hinein und realisiert eine dynamische Variationsbreite durch stetige Veränderung des Abstands zwischen Oberkörper und Saiten. Es entsteht eine fließende Bewegung, ähnlich einer getanzten Choreographie. In diesem Solo-Stück verdichtet sich die Klage in der Figur des Orpheus, dessen Lyra die Komponistin akustisch durch die schwingenden Saiten des Flügels fassbar macht.
Zu der Zeit, als ‚Orpheus’ entstand, habe ich mich sehr intensiv mit der Zirkuläratmung beschäftigt, vor ‚Orpheus’ komponierte ich ‚Na?’ für Horn und sieben Windinstrumente, gleichzeitig ‚sacht ä’ für Ensemble mit Klarinette. Dieses Atmen war ein großes Thema zu der Zeit. Mela Meierhans
An den Beginn und an den Schluss des Stückes stellt Mela Meierhans sieben markante geräuschhafte Ereignisse: Danach folgt das gesungene Wort „Orpheus“.
Hier gelingt der Komponistin eine musikalische Umsetzung des zyklischen Atmens: die Sängerin holt in großen Atemzügen Luft und gibt sie zunächst stimmlos luftig, dann mit starkem Luftgeräusch und schließlich auf einem liegenden Ton in Bruststimmlage wieder ab. Die Saiten schwingen analog der Frequenzen der gesungenen Töne der Sängerin mit, so dass ein sich in Tonhöhe und Dynamik verändernder Klang vom Flügel zu hören ist und mit der Stimme der Sängerin eine Mehrstimmigkeit erzeugt wird. Durch seine direkte, assoziative Textumsetzung ist Orpheus ein Beispiel für eine besonders klare und enge Verbindung zwischen Musik und Text: die Aussage des Textes wird durch die Vertonung verstärkt und erweitert. Die gesungene Linie wiederum potenziert die Amalgamierung von Text und Musik, denn sie gibt Orpheus einen stimmlichen Ausdruck, die Stimme atmet für ihn, singt für ihn, verkörpert ihn. Und sie klagt, weint, liebt – denn sie begegnet dem Tod.

 

Cordes Ouvertes II (1995/96, elektronisch bearbeitete Fassung 1999) für Violine solo

Dieses Werk ist eine Hommage die Kindheit der Komponistin. Sie gibt der Erinnerung an ihr erstes, noch unbeholfenes Geigenspiel im Alter von drei Jahren einerseits und die große Welt der – vor allem zeitgenössischen – Musik ihres Vaters, des Geigers, Bratschisten und Performers Kurt Meyerhans einen kompositorischen Ausdruck. Die zu Hause abgehaltenen Proben des vom Vater gegründeten Amos-Trio sowie seine Tonbandcollagen prägen Mela Meierhans’ gesamtes Schaffen. Das Werk ist eine sehr persönliche Hommage an ihren Vater.

Leslie Leon 14.05.2014



[1] Eva Nievergelt, Sopran, Christoph Brunner, Perkussion

[2] unendliche Reihe von Zahlen (den Fibonacci-Zahlen), die jeweils folgende Zahl ergibt sich durch Addition ihrer beiden vorherigen Zahlen: 0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13,…; benannt nach Leonardo Fibonacci.

 

2. Werkstattaufführung 02.02.2014

Zweite Werkstattaufführung, Werkstattgespräch
„Shiva for Anne“ Jenseitstrilogie, Teil III / Mela Meierhans

mit:
Ina Boesch
Fritz Hauser
Leslie Leon
Mela Meierhans

Shiva - Proben

Shiva for Anne – Proben

Die Jenseitstrilogie

„Seit 2006 beschäftigt sich die Komponistin Mela Meierhans mit Totenklagen und Trauerritualen in den monotheistischen Religionen und Kulturen Christentum, Islam und Judentum.
Der erste Teil (2006) der Jenseitstrilogie drehte sich um volkschristliche Rituale in der Schweiz, der zweite (2010) um volksislamische im arabischen Raum, der dritte Teil (geplant für 2014) wird sich mit der „Shiva“, dem jüdischen Trauerritual auseinandersetzen.
(…)
Nicht von ungefähr heisst es: Drei Tage weinen, sieben Tage klagen, dreissig Tage trauern. Ein wichtiges Element der jüdischen Trauerrituale (und zentral für die jüdische Kultur) ist die Erinnerung. So dient die Schiwa, während der die Angehörigen sieben Tage zu Hause sind und Verwandte, Freunde und Bekannte des/der Toten empfangen, dem Austausch von Erinnerungen. Dieser Tatsache trägt die Komposition Rechnung.“

siehe:
www.meierhans.info
TEIL III der JENSEITSTRILOGIE

Atelierkonzert 30.11.2013

Atelierkonzert
ESSAYS
von Mela Meierhans

ESSAYS I – V und VI – X  von Mela Meierhans, Komposition (2006 / 2012) für Stimme, Tanz und präparierten Flügel
nach Gedichten von Nijolė Miliauskaitė

Leslie Leon, Stimme / Charlotte Frisch, Tanz / Oliver von Klot-Heydenfeldt, Klavier / Raminta Lampsatis, Klavier

mit einer Einführung zu der litauischen Dichterin Nijolė Miliauskaitė (1950 – 2002) durch Frau Prof. Dr. Raminta Lampsatis

Charlotte Frisch & Leslie Leon

Charlotte Frisch & Leslie Leon

Charlotte Frisch

Charlotte Frisch

Fotos © Mela Meierhans

Atelierkonzert 14.10.2013

Atelierkonzert
„Eingedunkelt“ – Lieder und Gesänge der Klage und Gewalt

Leslie Leon – Mezzosopran
Laura Gallati – Klavier
Lieder von
Rihm, Schumann, Meierhans, Reimann, Furrer, Schubert, Purcell, Mahler
nach Texten von
Hölderin, Eichendorff, Busenello, Celan, Bachmann, Müller, Jacobsen und aus „Des Knaben Wunderhorn“

Wolfgang Rihms Musik von 1977 reagiert auf Friedrich Hölderlins zweihundertjährige Text-Fragmente stockend, stammelnd, durchlöchert, abbrechend. Aller Rätselhaftigkeit und Brüchigkeit zum Trotz sind Rihms Hölderlin-Lieder die verbindende Klammer des Programms, die alle anderen Werke zusammenführt und zusammenhält. In Musik und in Wortsprache unterschiedlicher Epochen reden alle von Verunsicherung und von Verdunkelung. Auch von unvermittelt aufbrechender Gewalt.

Leslie Leons und Laura Gallatis Programm setzt eine Programmarbeit fort, die vor Jahren mit Cage und frühen Freunden von Bingen bis Purcell begann, mit Feldman/Schubert fortgesetzt und über die „Winterreise“ von Schubert jetzt an Wolfgang Rihms Hölderlin-Zyklus und verwandte Kompositionen und Texte die gleichen Fragen stellen will.

Werkstattgespräch 20.4.2013

Erste Werkstattaufführung, Werkstattgespräch
„Shiva for Anne“ Jenseitstrilogie, Teil III / Mela Meierhans

mit:
Ina Boesch
Almut Sh. Bruckstein
Fritz Hauser
Leslie Leon
Mela Meierhans

Die Jenseitstrilogie

„Seit 2006 beschäftigt sich die Komponistin Mela Meierhans mit Totenklagen und Trauerritualen in den monotheistischen Religionen und Kulturen Christentum, Islam und Judentum.
Der erste Teil (2006) der Jenseitstrilogie drehte sich um volkschristliche Rituale in der Schweiz, der zweite (2010) um volksislamische im arabischen Raum, der dritte Teil (geplant für 2014) wird sich mit der „Shiva“, dem jüdischen Trauerritual auseinandersetzen.
(…)
Nicht von ungefähr heisst es: Drei Tage weinen, sieben Tage klagen, dreissig Tage trauern. Ein wichtiges Element der jüdischen Trauerrituale (und zentral für die jüdische Kultur) ist die Erinnerung. So dient die Schiwa, während der die Angehörigen sieben Tage zu Hause sind und Verwandte, Freunde und Bekannte des/der Toten empfangen, dem Austausch von Erinnerungen. Dieser Tatsache trägt die Komposition Rechnung.“

siehe:
www.meierhans.info
TEIL III der JENSEITSTRILOGIE

Werkstattaufführung

Shulamit A. Bruckstein / Ina Bösch / Mela Meierhans

 

Fritz Hauser

Fritz Hauser & Leslie Leon

Instrumente

Instrumente

Gespräch

im Gespräch:  Ina Boesch, Mela Meierhans

Die Komponistin im Gespräch mit Fritz Hauser (Regisseur) und Egon Ammann

Die Komponistin im Gespräch mit Fritz Hauser (Regisseur) und Egon Ammann

Shulamit A. Bruckstein im Gespräch

Shulamit A. Bruckstein im Gespräch

Werkstattgespräch

Werkstattgespräch

Alle Fotos © ccf

Atelierkonzert 8.12.2012

Dégustation de la Musique Arabe
Kamilya Jubran / Paris F – Oud-Spielerin,
Sängerin, Komponistin

Kamilya_Jubran

Über die Künstlerin:

Kamilya Jubran wurde geboren in Akka, im Staat Israel, als Tochter palästinischer Eltern, die aus einem nordpalästinischen Dorf in Al-Jaleel stammen. Ihr Vater, Elias Jubran, Erbauer authentischer arabischer Instrumente und Musiklehrer, war ihre erste Quelle einer klassischen arabischen Musikerziehung. In Jerusalem war Kamilya für zwanzig Jahre  die leitende Liedkünstlerin, Sängerin, und Spielerin von Oud, Quanoon und anderen orientalischen Instrumenten bei  “Sabreen”. www.sabreen.org

Von 1982 bis 2002 repräsentierte Kamilya Jubran, zusammen mit Sabreen, die Stimme des Widerstandes, des Kampfes für Freiheit und einen tiefen und dynamischen künstlerisch – politischen Prozess, der einen neuen Stil des modernen arabischen Liedes kreiert hat.
Seit 2002 tourte Kamilya Jubran mit ihrem ersten Projekt Mahattaat, dann mit Wameedd, so wie einer Solo Performance in etlichen arabischen und europäischen Städten.
In den “Zwischen”-Räumen der Weltmusik und der nicht kommerziellen Musikszene unterwegs, schreibt Kamilya Jubran ihre eigenen Lieder und Musik und führt sie selbst auf, solo oder zusammen mit verschiedenen europäischen Musikern.

www.kamilyajubran.com

2009-2010 war Kamilya Jubran Teil des Projektes „Rithaa – Tales of the Hereafter“, Idee und Konzept Mela Meierhans, das in Basel und in Berlin im Rahmen der MärzMusik aufgeführt wurde.

http://www.meierhans.info

 

Workshop:  der für Dezember 2012 bei atelier oh-r42 geplante zweitägige  Workshop konnte leider nicht stattfinden.
Ein Workshop mit dem Ziel Musiker/innen, Sänger/innen und Musikliebhaber/innen in die arabische Musik des nahen Ostens, ihre Geschichte, Elemente und Klänge einzuführen.

Inhalte:

  • Eine historische Einführung
  • Die grundlegenden Elemente der arabischen Musik
  • Hören von bestimmten Auszügen aus Musik und Liedern
  • Arbeiten an 2-4 Liedern

Ein neuer Termin wird gegebenenfalls bekanntgegeben.

 

Atelierkonzert 24.11.2012

„Schraffur für Gong solo“
Fritz Hauser, Solodrumming

Fritz Hauser mit Gong

Fritz Hauser, 1953 in Basel / Schweiz geboren, ist über Europa hinaus eine Schlüsselfigur in der Entwicklung des Schlagzeugs vom Rhythmusgerät zum Instrument. Seine Konzertreisen – als Solist und mit diversen Ensembles – führen ihn durch die ganze Welt.
Fritz Hauser ist Kulturpreisträger 2012 der Stadt Basel.
www.fritzhauser.ch

Pressezitat:
„Hauser ist das Gegenteil eines Lautsprechers, er ist ein Leisetöner, einer, der damit beginnt, Stille zu gliedern, der das Klangliche zunächst flächenartig ausbreitet, dann in die dritte Dimension geht, sich in den Raum entwickelt und schliesslich die vierte erschliesst: die Zeit.“ (Michael Rieth, Frankfurter Rundschau)

Die Komposition „Schraffur für Gong solo“ ist 2008 entstanden und wurde 2012 als aktuelle CD von Fritz Hauser veröffentlicht.

schraffur for gong solo ist 2012 auf dem Label shiiin erschienen (www.shiiin.com).

shiiin 7  CD  2012

www.shiiin.com
01   schraffur for gong solo          58’ 53’’

Der Gong wurde in der Casa del Masche im Piemont, Italien am 28. April 2011, zwischen 00:05′ und 00:59′ aufgenommen, die Stimmen am gleichen Ort an mehreren Tagen im Sommer 2011.

Gespielt, aufgenommen und abgemischt von Fritz Hauser.
Mastering von Martin Pearson bei Platinum One, Zürich /Schweiz
Grafik Design: Séverine Henrot – Foto Priska Ketterer
Dank an Sven Boenicke/Audiomanufacture und Patrick Becker/Nurton
für Equipment und Beratung

© fritz hauser / suisa 2011

for isabel

Atelierkonzert 29.9.2012

TRACCE (Spuren)
Soloperformance Gia van den Akker

Tracce

“TRACCE” ist eine Solo-Performance, mit Eurythmie-Tanz, Musik, Sprache und Licht. “TRACCE” kommt von traccia, das bedeutet die Fußstapfen, die Spur.

Unser Leben ist wie eine Reise durch eine Landschaft voller Spuren: innere und äussere Spuren. Wir finden Spuren von Menschen und von Geschehnissen. Unterwegs verlieren, suchen und finden wir verschiedene Spuren.
Das Märchen Hänsel und Gretel bildet den roten Faden in diesem Programm.
Diese Geschichte ist individuell und universal.
An verschiedenen Stationen in der Geschichte wird angehalten. Aspekte von Spuren werden mit Musik und Textfragmenten choreographisch ausgearbeitet.
Bei Spuren ist immer die Rede von etwas Sichtbarem und etwas Unsichtbarem. Es gibt Zeit-spuren, Raumes-spuren, Menschen-spuren, Blut-spuren, Hoffnungs-spuren, Gottes-spuren, Wort-spuren. Jede Choreographie ist im Wesen auch eine Spur einer inneren Bewegung.

Musik: Sonate K531 von Domenico Scarlatti, “storie da chissà dove” (2005) für Vibraphon und Cello von Simone Fontanelli (*1961, It), Spinns und spells für Cello-solo von Kaya Saariaho (*1952).
Textfragmente: Sarah Kane (1971 – 1999), Etty Hillesum (1914 – 1943), Christa Wolf (1929 – 2011) und eine irische Legende

Mitwirkende:
Idee und Eurythmie: Gia van den Akker
Vibraphon: Michael Kiedaisch
Cello: Mario de Secondi
Stimme: Gia van den Akker
Licht: Peter Jackson
Kostüm: Hélène Schaap
Coach: Hans Fors

Dauer des Programms: 55 Min. ohne Pause.
Contact: Gia van den Akker, www.giavandenakker.com , info@giavandenakker.com

oh-r auf dem Land 30.6.2012

Bilder Ÿ& Objekte
Konzertantes Ÿ& Tänzerisches
… sommerliche Köstlichkeiten am See !

Probe für den 30.6.

Bei den Proben auf dem Kunsthof

OBJEKTART und MALEREI
ab 16 Uhr
der Künstlerinnen
Veronika Blum Objektart / Berlin
Anna Maria Bürgi Malerei / Vaux la Douce F

KONZERT
18 Uhr
Mela Meierhans
„ and the sound of a distance falling…“
nach Gedichten von Anne Blonstein
für Stimme und Bewegung

„Orpheus“
nach Ingeborg Bachmann,
für Stimme Solo (u. geöffneter Flügel)

„silence“
nach Texten von John Cage
für Stimme und Bewegung

Leslie Leon – Mezzosopran
Charlotte Frisch – Bewegung
Katja Nestle – Kostüme

CATERING
im Hof und Garten ab 16 Uhr
Nachmittags – u. Abendimbiss zum Kostenbeitrag

KunstHof VERONIKA BLUM
Dorfstraße 17a
16356 Krummensee

Publikum auf dem Kunsthof in Krummensee

Publikum auf dem Kunsthof in Krummensee

Performance und Ausstellung Blum / Bürgi im Kunsthof

Performance und Ausstellung Blum / Bürgi im Kunsthof

Objekt Veronika Blum

Objekt Veronika Blum

Malbuch Anna Maria Bürgi

Malbuch Anna Maria Bürgi

Trommler

Trommler

Komposition von Mela Meierhans (Charlotte Frisch / Leslie Leon)

Komposition von Mela Meierhans (Charlotte Frisch / Leslie Leon)

Komposition von Mela Meierhans (Charlotte Frisch / Leslie Leon)

Komposition von Mela Meierhans (Charlotte Frisch / Leslie Leon)

Publikum

Publikum

das Gewitter kam danach...

das Gewitter kam danach…

...Blick zum See

…Blick zum See

alle Fotos © J.G.Bechen

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