Atelierkonzert 25.2.2012

Mela Meierhans (*1961)
almah
für Streichquartett und „wandelndes“ Horn (1993/94)
für Le Corbusiers Wallfahrtskappelle „Notre Dame du Haut“ F
in Zusammenarbeit mit Matthias Kruppa, Architekt

Vor allem der durch das „phantastische Spiel des Lichts“ erzeugte Klang der Südfassade (der Kapelle in Ronchamp) mit ihren 25 teils farbigen Lichtöffnungen war der Ausgangspunkt und die strukturelle Grundlage für die Komposition.

„ … dass für mich der Moment des ersten (oder letzten) Auftreffens des Sonnenstrahls auf die jeweilige Oberfläche von entscheidender Bedeutung war. Ich habe mich also gleichsam ‚an den Rändern des Lichteinfalls‘ bewegt.“ (Meierhans 1994)

Emilie Mayer (1812-83)
Streichquartett
d-moll, op.14, 3. Satz

Das einzige zu Lebzeiten der Komponistin gedruckte Streichquartett. Der langsame Satz vereint in sich zwei kompositionstechnisch ganz verschiedene Komponenten (…). Das Eingangsthema beginnt mit kleinsten Tonschritten und kaum ausgebildeter Rhythmik, gleichsam suchend, bevor es allmählich zu sich selbst findet. Es kehrt (…) mehrfach wieder und bildet eine Art Refrain des bekannten Chorals „Wer nur den lieben Gott lässt walten.“

Mela Meierhans
malinafragmente
für Streichquartett und Stimme (2011) DEA

Libretto nach Zitaten von:
Ingeborg Bachmann (Malina)
Anna Maria Bürgi (Tagebuch)
Carolin Emcke (Stumme Gewalt)

„Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich es flüstern. Und hoffen, dass es trotzdem gehört (…) wird. Und ich würde dann flüsternd mir Genauigkeit und Zartheit wünschen in der Betrachtung, im Begehren, im Schreiben und im politischen Miteinander.“
(Carolin Emcke, taz 8.3.11)

Martin Roos – Horn
Leslie Leon – Mezzosopran
quatuor dialogue:
Sibylla Leuenberger – Violine
Simone Roggen – Violine
Dorothea Schmid Bögli – Viola
Claudia Eigenmann – Violoncello

Probe almah

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